Der Begriff Handpan bezeichnet eine Gruppe von Musikinstrumenten, die zur Familie der Steelpans zählt. In den letzten Jahren sind zahlreiche Handpan-Hersteller und -Marken entstanden, angestoßen vom weltweiten Interesse an der Hang, einem Instrument der Firma PANArt. Die Hang wurde von den klanglichen Eigenschaften der trinidadischen Steelpan, der indischen Ghatam, des thailändischen Gongs und des indonesischen Gamelan inspiriert und markiert einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der Handpan als Musikinstrument.
Der Grundaufbau einer Handpan besteht aus zwei miteinander verklebten Metall-Halbschalen: Auf der Oberseite liegt ein zentrales Tonfeld (das Ding), umgeben von einem Kreis aus mindestens sieben weiteren Tonfeldern, auf der Unterseite befindet sich eine Öffnung (das Gu). Die Hersteller unterscheiden sich vor allem in den verwendeten Materialien, den Fertigungsverfahren, der Formgebung der Tonfelder und den Stimmmethoden.
Heute bieten Hunderte von Handpan-Bauern weltweit Instrumente an, die sich in Material, Verarbeitung, Form, Klang und Qualität deutlich unterscheiden. Diese Vielfalt gilt in der Musikszene allgemein als positive Entwicklung.
Handpans erzeugen einen ätherischen, hypnotischen Klang, der Zuhörer sofort in seinen Bann zieht. Jedes Instrument ist auf eine bestimmte Skala gestimmt, etwa Dur, Moll oder harmonisch Moll. Da es innerhalb einer Skala keine „falschen“ Töne gibt, brauchen Sie keine Kenntnisse der Musiktheorie, um schöne Musik zu machen. So können Spielerinnen und Spieler frei improvisieren und sich von Gefühl und Intuition leiten lassen. Viele nutzen die Handpan zur persönlichen Meditation, für Klangtherapie oder im klassischen Gruppenspiel.
Mit ihrer besonderen Bauform hebt sich die Handpan in Gestalt und Klang von anderen Instrumenten ab. Wer sie ausprobiert, merkt schnell, wie leicht sich angenehme Töne erzeugen lassen, selbst mit minimaler Technik. Sie ist dafür gemacht, intuitiv gespielt zu werden: Hören und Fühlen zählen mehr als strenge Regeln oder feste Methoden. Da die Handpan eine noch junge Geschichte hat, bleibt sie offen für neue Interpretationen und lädt zu eigener Kreativität und zum Experimentieren ein. Mit der Zeit entwickeln Spielende ihre eigene musikalische Sprache und schaffen aus einfachen Improvisationen wunderbare Stücke.
Eines der ersten Kriterien ist die Stimmung mit den Grundtönen des Instruments. Am häufigsten ist die Handpan in d-Moll gestimmt, es sind aber auch andere Tonarten erhältlich. Eine typische Handpan bringt bis zu 12 verschiedene Töne hervor, angeordnet vom tiefsten Ton, der dem Spieler am nächsten liegt, bis zum höchsten Ton, der in der Regel am weitesten entfernt sitzt.
Achten Sie schließlich auf eine ergonomische Spielhaltung, um Beschwerden oder Verletzungen vorzubeugen, die auf Dauer Ihre Technik und Ihre Klangqualität beeinträchtigen könnten.
